Ratelimit für ein- und ausgehende Mails

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Unsere Managed Server erlauben es Dir zusammen mit Rspamd, die Anzahl der Mails zu begrenzen, die versendet und / oder empfangen werden können.

Im folgenden erfährst Du, wie Du den Versand von Mails begrenzen kannst (der Empfang erfolgt analog dazu und wird nicht expliziert erläutert).

Allgemeines

Du kannst „Ratelimit Mails ausgehend“ und „Ratelimt Mails eingehend“ ein- und abschalten.

Ratelimit Mails ausgehend

Darüber kannst Du den Versand von Mails limitieren, die von Deinem Server pro Postfach in einer bestimmten Zeit verschickt werden können.

Beachte bei dem Wert unbedingt, dass bei CC, BCC o.ä. jede Mail einzeln zählt. Wenn Du den Wert z.B. auf 1 / 1 Minuten setzen würdest, könntest Du genau eine Mail an einen Empfänger verschicken.

Ratelimit Mails eingehend

Darüber kannst Du den Empfang von Mails limitieren, die der Server pro Postfach in einer bestimmten Zeit annimmt. Grundsätzlich sollte man diese Funktion aber mit bedacht wählen, zumal das nicht den Versand von Spam limitieren würde, sondern einfach nur die Menge an Mails, die ein Postfach empfangen kann.

Ratelimit erreicht

Wenn das Ratelimit für ein Postfach erreicht ist, können darüber temporär keine weiteren Mails verschickt werden. Beim Versuch, Mails zu verschicken, bekommt der Sender eine entsprechenden Nachricht angezeigt.

Limit definieren

Du kannst das Limit an drei verschiedenen Stellen setzen:

  1. global für alle Emails
  2. für alle Email-Postfächer einer Domain
  3. individuell für ein Email-Postfach

Globales Limit setzen

Öffne in ISPConfig unter System / Serverkonfiguration den entsprechenden Server und gehe auf den Reiter „E-Mail“.

Du kannst hier „Ratelimit Mails ausgehend“ und „Ratelimt Mails eingehend“ ein- und abschalten und die entsprechenden Werte setzen.

Limits für eine Domain setzen

Wenn Du in ISPConfig eine Mail-Domain öffnest, kannst Du am Ende der Seite über den Button „Ratelimit“ die entspechenden Werte definieren.

Ulimited

Wenn Du „Unlimited“ nimmst, werden Postfächer von dieser Domain nicht limitiert.

Global Limits

Mit dieser Einstellungen werden für Postfächer dieser Mail-Domain die globalen Werte des Servers genommen.

 

Limits für ein Postfach setzen

Zusätzlich zu den Limits für eine Domain gibt es hier noch die Option

Use Domain Limits

Mit diesem Wert gelten für das Postfach die Limits der Mail-Domain.

 

Limits für externe Mails

Wenn Du den den Empfang von bestimmten externen Mails bzw. den Versand dorthin (Postfach oder ganze Domain) abweichend von den oben aufgeführten Einstellungen definieren willst, kannst Du in ISPConfig unter „E-Mail“ weitere Ratelimits anlegen.

 

Source

Externe Domain (@example.com) oder Postfach (test@example.com)

Type

Incoming – eingehende Mails von Source

Outgoing – ausgehende Mails an Source

In and Out – Limit in beide Richtungen

 

Dienst mit ISPConfig überwachen und (neu) starten

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Unter „Überwachung“ kannst Du auf unseren Managed Server nicht nur den Status der einzelnen Dienste (z.B. Web-Server) sehen, sondern auch einzelne Dienste (neu) starten oder anhalten.

Dienststatus ansehen

Öffne „Überwachung“, wähle ggf. links den zu übwerachenden Server aus gehe dann auf „Dienste anzeigen“.

Dienste (neu) starten / anhalten

Wähle unter „mögliche Aktion(en)“ die Aktion aus, die durchgeführt werden soll.

Ausgenommene Dienste

MySQL Server

Dieser Dienst kann auf keinem Server angehalten werden.

Web Server

Den Web-Server (Apache oder nginx) kannst Du nur dann anhalten, wenn Du mehrere Server hast und Du nich die Dienste des ersten Servers (dort läuft die Verwaltungsoberfläche ISPConfig) ändern möchtest.

PHP-Version bei Cronjobs einstellen

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Du kannst bei einem Cron-Job nicht nur die PHP-Version des Servers nutzen.

PHP Script ausführen

Wenn Du in einem Cron-Job ein PHP-Scripts ausführen willst, kannst Du unter „Auszuführender Befehl“ entweder auf „[PHP-Version des Servers]“ oder auf „[PHP-Version der Webseite]“ klicken. Damit wird dann entweder {SYSTEM_PHP} oder {SITE_PHP} eingetragen.

{SYSTEM_PHP}

ist immer die auf dem Server direkt installierte PHP-Version. Statt {SYSTEM_PHP} kannst Du in dem Fall auch nur php eintragen. Über den Link „[PHP-Version des Servers]“wird diese Version gesetzt.

{SITE_PHP}

Wenn der Cron-Job die gleich PHP-Version wie Deine Webseiten nutzen soll (wir stellen Dir verschiedene Versionen zur Verfügung), dann nimmst Du über den Link „[PHP-Version der Webseite]“ {SYSTEM_PHP}. Wenn Du später die PHP-Version Deiner Webseite änderst, dann werden auch der Aufruf des Cron-Jobs so geändert, dass er immer mit der PHP-Version Deiner Webseite läuft.

Firewall mit ISPConfig einrichten

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Im folgenden zeigen wir Dir, wie Du ganz einfach eine Firewall für Deinen Server einrichten kannst.

Firewall einrichten

Gehe zum Menü System und wähle dort links „Firewall“ aus und lege dann einen neuen Eintrag an.

Ports freigeben

Du kannst bei den TCP und UDP-Ports entweder selbst die Portnummern eintragen oder Du nimmst einfach ein oder mehrere der vordefinierten Platzhalter. Du kannst natürlich auch beides kombinieren und neben Platzhaltern noch weitere Ports eintragen.

Wir empfehlen Dir immer, den voreingestellen Wert {AUTO} nicht zu verändern, solange Du Dir nicht absolut sicher bist.

Platzhalter für Ports

Es gibt verschiedene definierte Platzhalter, die Dir es Dir vereinfachen, die richtigen und alle Ports freizugeben, die erreichbar sein müssen.

{AUTO}

Wenn Du {AUTO} verwendest, werden automatisch alle erforderlichen Ports freigegeben, die für den jeweiligen Server erforderlich sind. Wenn Du z.B. einen reinen Web-Server hast, müssen die Ports für Mail oder DNS auf diesem nicht freigegeben werden.

{FTP}

Hierüber werden die Ports für FTP freigegeben. Das betrifft nicht nur den direkten Port für FTP, sondern auch die entsprechende Passive-Port-Range.

{MAIL}

Verwenden diesen Platzhalter, wenn auf Deinem Server Mail-Dienste laufen, Du dich also hier z.B. mit Outlook anmeldest.

{DNS}

Hiermit gibst Du den erforderlichen Port für den DNS-Dienst frei. Dieser Dienst ist der einzige, den Du für TCP und UDP freigeben musst.

{WEB}

Hast Du Webseiten auf dem Server, dann musst Du natürlich auch den Zugriff auf die Webseite zulassen.

{ISPCONFIG}

Wenn auf dem ausgewählten Server die Oberfläche von ISPConfig läuft, solltest Du auch diesen Platzhalter nutzen.

Redis Support mit ISPConfig

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Redis ist eine In-Memory-Datenbank und liegt demzufolge im Arbeitsspeicher. Die Abfragen einer solchen Datenbank erfolgen somit wesentlich schneller als die Abfrage eine Datenbank, die auf der Festplatte gespeichert ist. Mit Redis ist es möglich, aus einer Website noch mehr Leistung herauszuholen. Als Beispiel sei hier nur das Speichern der Sessions aufgeführt, was sich ausgesprochen positiv auf die Ladezeit auswirkt.

Um die PHP-Sessions in eine Redis Instanz abzuelegen, musst Du nur in ISPConfig eine Redis Instanz für die Webseite erstellen und danach die Einstellungen für die php.ini um den „Session Save Handler“ für Redis erweitern. Danach musst Du evtl. noch die Konfiguration Deines CMS oder Shopsystems anpassen.

Mögliche Einstellungen für eine Redis Instanz

Die für eine Webseite eingerichtete und abgesicherte Redis Instanz ist fest mit der Webseite verbunden und kann die folgenden Werte haben:

  • Max. 10 Datenbanken
  • Max. Größe der Datenbank: Es stehen 50 % des auf dem Server verfügbaren Arbeitspeichers zur Verfügung.
  • Individuelle MaxMemory Policy um zu entscheiden, wie sich Redis verhält, wenn der Arbeitsspeicher voll ist.
  • Automatische Vergabe eines Ports
  • Automatische Vergabe eines Passwortes
  • Zugriff auf Logfiles

Redis für eine Webseite einrichten

Öffne auf Deinem Managed Server Webseite. Über das Menü „Redis Databases“ kannst Du mit dem Button „Neue Redis Instanz anlegen“ eine neue Redis Instanz anlegen.

Wähle die passende Webseite aus und gib der Instanz einen Namen. Zusätzlich kannst Du noch die maximale Anzahl der Datenbanken und die Gesamtgröße festlegen.
Die Größe ist auf max. 50% des Arbeitsspeichers limitiert. Wenn Du hier „-1“ einträgst, wird automatisch der maximale Wert genommen. Beachte aber unbedingt, dass andere Dienste auf Deinem Server auch Arbeitsspeicher benötigen.

 

Redis Richtlinien

Unter Richtlinien kannst Du verschiedene Regeln definieren, wie sich die Redis Datenbank verhält, wenn ihr Speicher ausgeschöpft ist.

  • noeviction Fehler zurückgeben, wenn die Speichergrenze erreicht wurde und der Client versucht, Befehle auszuführen, die zu mehr zu verwendendem Speicher führen könnten (die meisten Schreibbefehle, aber DEL und einige weitere Ausnahmen).
  • allkeys-lru Schlüssel entfernen, indem versucht wird, die weniger kürzlich verwendeten (LRU-)Schlüssel zu entfernen, um Platz für die neu hinzugefügten Daten zu schaffen.
  • volatile-lru Schlüssel entfernen, indem versucht wird, zuerst die weniger kürzlich verwendeten (LRU-)Schlüssel zu entfernen, aber nur unter den Schlüsseln, die einen Expire-Satz haben, um Platz für die neu hinzugefügten Daten zu schaffen.
  • allkeys-random Schlüssel nach dem Zufallsprinzip entfernen, um Platz für die neu hinzugefügten Daten zu schaffen.
  • volatile-random Schlüssel nach dem Zufallsprinzip ersetzen, um Platz für die neu hinzugefügten Daten zu schaffen, aber nur Schlüssel mit einem expire set ersetzen.
  • volatile-ttl Schlüssel mit einem expire set entfernen und versuchen, zuerst Schlüssel mit einer kürzeren Lebenszeit (TTL) zu entfernen, um Platz für die neu hinzugefügten Daten zu schaffen.

Redis-Instanz bearbeiten

Wenn Du eine Redis Instanz angelegt hast, kannst Du z.B. die Richtlinie und die Datenbank-Größe jederzeit ändern. Du musst dazu nur in ISPConfig die entsprechende Instanz öffnen.

PHP-Direktive eintragen

Wenn PHP die Redis Datenbank als Session Speicher nutzen soll, dann musst Du as in den individuellen php.ini Einstellungen eintragen. Auch hierzu kannst Du ISPConfig benutzen – wenn nichts anderes eingestellt ist, nutzt PHP für den Session Speicher die Datenbank 0 der Redis Instanz.

Öffne in ISPConfig die Webseite und wähle den Reiter „Optionen“. Unter „Individuelle php.ini Einstellungen“ klickst Du dann nur noch auf „[Redis Session Save Handler]“. Damit ist die Datenbank 0 der Redis-Instanz für PHP-Sessions eingetragen.

 

Mehr über Redis

Redis Dokumentation (in englisch)

PHP- und SQL-Profiling mit Tideways

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Deine Seite lädt zu langsam?

Unsere Managed Server und Webhosting-Pakete sind für die maximale Performance optimiert.

Trotzdem kommt es vereinzelt vor, dass eine Webseite rel. lange lädt. Die Ursache liegt in den meisten Fällen aber nicht an unseren Servern, sondern am verwendeten CMS (bspw. ein WordPress mit 50 Plugins).

Wenn Du den Eindruck hast, dass Deine Seite zu langsam aufgebaut wird, kannst Du mit Tideways sehr genau analysieren, was wann passiert.

Analyse mit Tideways

Tideways analysiert durch PHP- und SQL-Profiling den Aufbau der Seite und Du kannst so sehen, wann welcher PHP-Code ausgeführt wird, wieviele Datenbank-Abfragen stattgefunden haben und wie lange diese jeweils gebraucht haben. Zusätzlich auch sehen, welche Ressourcen des Systems besonders beansprucht werden.

So kannst Du sehr schnell „Bottlenecks“ bei der Ladezeit finden. Tideways unterstützt übrigens etliche PHP-Frameworks und ist somit auch bei der Entwicklung eine grosse Hilfe. Die Analyse eine Seite kann z.B. so aussehen:

 

 

Weitere Informationen zu den Features findest Du auch direkt bei Tideways.

Kosten

Tideways kannst Du 30 Tage lang kostenlos testen und der Testzeitraum wird nicht automatisch verlängert.
Nach Ablauf der Testzeit kannst Du den Dienst kostenpflicht weiter nutzen.

Die eigene Webseite mit Tideways analysieren

Um Deine Webseite analysieren zu können, musst Du dich zunächst bei Tideways registrieren und kannst Dir dann den API-Key anzeigen lassen.

Tideways für die Webseite einrichten

Öffne die Webseite und trage dort Deine API-Key ein und aktiviere das Tideways Profiling.

Unter Tideways Service, Tideways Samplerate und Tideways Framework brauchst Du keine Einträge vornehmen.

Sobald Du jetzt auf „Speichern“ klickst, können Seitenaufrufe über Tideways aufgezeichnet und analysiert werden.

Backup herunterladen

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Du kannst die von Dir in ISPConfig eingestellten Backups nicht nur zurückspielen, sondern auch ganz bequem auf Deinen Rechner herunterladen.

1. Backups öffnen

Dazu öffnest Du zunächst den Reiter Backup bei einer Webseite oder einem Email-Postfach (im Text ist es vereinfacht nur die Webseite, die Funktion ist bei einem Mailpostfach aber vergleichbar).

 

2. Download anfordern

Wenn Du jetzt „Download anfordern“ anwählst, wird das Backup zum Download vorbereitet. In der Regel steht Dir dann der Download innerhalb weniger Minuten zur Verfügung.

 

3. Backup herunterladen

Sobald das Backup heruntergeladen werden kann, siehst Du den neuen Schalter „Backup herunterladen“. Das Backup steht Dir ab dann für 24 Stunden zur Verfügung.

 

Spam-Reports

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Auf unseren Managed Servern hast Du die Möglichkeit, täglich, wöchentlich oder monatlich eine Übersicht aller Mails zugeschickt zu bekommen, die sich aktuell im Spam-Ordner befinden. Du musst dazu lediglich bei einem Postfach im Reiter „Spam-Report“ das Interval entsprechend setzen.

Diese Funktion ist besonders für Kunde geeignet, die Ihre Mails über POP3 abrufen und Spam in einen eigenen Ordner verschieben lassen, weil über POP3 nur der Posteingang abgerufen wird.

Um eine Spam-Mail in den Posteingang zu verschieben (um diese über POP3 zu lesen oder weil es kein Spam ist), hast Du zwei Möglichkeiten:

  • im der Mail mit dem Spam-Report findest Du dazu einen Link
  • in ISPConfig kannst Du jede einzelne Mail auswählen und auch in den Posteingang verschieben lassen

Beachte ab, dass manche Email-Programme ihre eigenen Spam-Richtlinien haben und u.U. eine Mails selbst wieder in den Spam-Ordner verschieben.

 

 

Über das Suchfeld kannst Du einzelne Mails filtern, wobei sich der Suchwert über alle Werte erstreckt.

Papierkorb und Spam automatisch leeren

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Wusstest Du schon, dass Du auf unseren Managed Servern sowohl den Papierkorb als auch den Spam-Ordner automatisch leeren lassen kannst?

Dazu musst Du in ISPConfig nur das entsprechende Postfach öffnen und kannst dann unter E-Mail Filter einstellen, wie lange Mails im Papierkoeb oder im Spam-Ordner bleiben sollen.

Staging-Umgebung einrichten

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Wenn Du ein Update oder Anpassungen an Deiner Webseite oder Deinem Shop vornehmen willst, kannst Du das auch in einer Staging-Umgebung testen, so dass sich das nicht auf die Live-Seite auswirkt, wenn dabei etwas schiefgeht.

Einzelne Content-Management-Systeme

Die meisten CMS erlauben ein problemloses Einrichten einer Staging-Umgebung, wenn ein paar Daten entsprechend gesetzt werden. Für die folgenden CMS funktioniert dies vollautomatisch:

  • Joomla
  • Typo3
  • Magento 2
  • Shopware 5
  • Shopware 6
  • WordPress

Falls Dir in der Liste ein CMS fehlt, sind wir gerne bereit, dieses mit einzubinden.

Staging-Umgebung einrichten

Öffne die Webseite in ISPConfig und gehe zum Tab „Staging“.

 

Unter „Erweitert“ kannst Du noch weitere Werte einstellen:

Hostname für Staging – Wenn Deine Domain test.com und Du hier staging einträgst, dann ist die Staging-Umgebung danach unter staging.test.com erreichbar.

Username und Passwort – Um die Staging-Umgebung abzusichern, kannst Du hier einen Usernamen und ein Passwort angeben, um auf die Staging-Umgebung zugreifen zu können.

Um eine Staging-Umgebung einzurichten, musst Du nur „Staging jetzt anlegen“ aktivieren und auf „Speichern“ klicken. Hierbei werden die komplette Webseite und die ausgewählte Datenbank kopiert und die Kopien entsprechend angepasst.

Staging-Umgebung aufrufen

Sobald die Erstellung abgeschlossen ist, kannst Du im Browser die Staging-Umgebung erreichen. Wenn Du keinen Hostnamen angegeben hast, ist die URL z.B. test.com/staging. Wenn Du einen Hostnamen angegeben hast, dann ist die URL z.B. staging.test.com